Bisherige Schulleiterinnen

 

 

Schulgeschichte

 





Die Anfänge der benediktinischen Erziehungs- und Bildungsarbeit in Tutzing
gehen in das Jahr 1891 zurück, als die Missionsschwestern die Genehmigung zur
Errichtung einer Kinderverwahranstalt erhielten. Nach der offiziellen Verlegung
des Schwesternklosters von St. Ottilien nach Tutzing im Jahre 1904 äußerte die
Gemeinde den dringenden Wunsch, ein Mädchen - Institut" zu eröffnen, um
ihren Töchtern eine bessere und zeitgemäßere Ausbildung zu verschaffen. Im
Februar durfte mit einer “höheren Mädchenschule" begonnen werden, die 1932
in ein Mädchen-Lyzeum umgewandelt wurde.

Bereits zu Beginn des Jahres 1935 trat der NS-Staat gegen die kirchlichen
Schulen auf und forderte die Entlassung der klösterlichen Lehrkräfte. Als im
April 1938 das Lyzeum auf ministeriellen Beschluss hin geschlossen werden musste,
waren die Aussichten auf eine Wiedereröffnung sehr gering. Nach dem Umschwung
der politischen Verhältnisse und der Rückkehr der ausgewiesenen Schwestern im
Mai 1945 baten die Eltern das Kloster um sofortige Aufnahme der
Unterrichtstätigkeit. Dem Gesuch des Mutterhauses der Missions-
Benediktinerinnen an die Militärregierung in Starnberg um Wiedereröffnung einer
Mädchen-Mittelschule wurde sofort stattgegeben; im Juni 1946 genehmigte der
Regierungspräsident offiziell die Weiterführung der Schule.

Eine Änderung des Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetzes brachte
1960 die Erweiterung zu einer vierjährigen Schulform und 1965 die Umbenennung
aller Mittelschulen in Realschulen. So erhielt die Schule den Namen Realschule
für Mädchen der Missions-Benediktinerinnen
. Ergänzend zu dem bisherigen
wirtschaftlich - kaufmännischen Zweig wurde auch eine sozialkundliche
Ausbildung angeboten, die den Schülerinnen, die sich für soziale Berufe
interessierten, gute Ausbildungsmöglichkeiten eröffnete. Durch die sehr gute
pädagogische Arbeit der Schwestern und weltlichen Mitarbeiter errang die Schule
große Anerkennung und hohe Wertschätzung bei Eltern und Ausbildungsbetrieben.

Erstmals nach Kriegsende gab es, nach Jahren permanenter Raumnot, ein
eigenes Schulgebäude, da der Orden vom Bayerischen Staat eine Villa kaufen
konnte. Die herrschaftliche Villa von Prittwitz, direkt am Ufer des Starnberger
Sees gelegen, dient seitdem als Schulhaus. Doch nach Einführung neuer
Unterrichtsmethoden und Fächer entsprach das Gebäude nicht mehr den
Anforderungen eines zeitgemäßen Schulbetriebs. Nach Errichtung eines modernen
Erweiterungsbaus und umfangreicher Sanierungsarbeiten in der Villa präsentiert
sich die Schule seit 1996 als Schulkomplex, der Platz bietet für allgemeine
Klassen und alle notwendigen Fachräume. Zwei Computerräume, ein großer
Musiksaal und eine weiträumige Aula bieten beste Voraussetzungen für besondere
Schüleraktivitäten und Schulfeiern. Ihre besondere Atmosphäre erhält die Schule
durch die einzigartige Lage am Starnberger See. Schüler und Lehrer können auch
während des Unterrichts den Blick aufs Wasser, auf Segelboote und in die
Bergwelt der bayerischen Alpen genießen.

Mit der räumlichen Umgestaltung war zugleich eine Strukturreform verbunden;
die klösterliche Mädchenschule wandelte sich zu einer koedukativen Schule und
trägt seitdem den Namen

                                                Benedictus - Realschule

 

Nach Einführung der sechsstufigen Realschule im Schuljahr 2000 / 2001 wurden
erstmals Schüler und Schülerinnen der 4. Klassen der Grundschulen in unserer
Schule aufgenommen.

2004 übernahm das Schulwerk der Diözese die Trägerschaft der
Benedictus-Realschule und sicherte somit den Fortbestand der Schule. 2008
übertrug das Schulwerk der Diözese Augsburg Frau Susanne Fedchenheuer als
erster weltlicher Schulleiterin die Führung der Schule. Seit dem Schuljahr 2016/17

führt Frau Angela Richter die Schule als neue Direktorin.

Seit dem Schuljahr 2010/11 bietet die Schule neben dem kaufmännischen und
dem französischen Zweig auch einen technischen Zweig an.