Auge in Auge mit Lang Lang – Musik mit einem Weltklasse-Musiker entdecken

Kulturelle Bildung auf (ent)spannende Art, das konnte erleben, wer am 28.04.2015 um 14:00 Uhr in der Philharmonie im Münchner Gasteig weilte. Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Leitung von Andris Nelsons hatte 2.500 Schüler aus Münchner Schulen und Umgebung zur Generalprobe von Tschaikowskys Klavierkonzert Nr.1 b-moll eingeladen, das – man höre und staune – von dem Starpianisten Lang Lang interpretiert wurde.

Fünf Schüler der Benedictus-Realschule Tutzing hatten die Ehre, diese Generalprobe anmoderieren und Lang Lang auch einige persönliche Fragen stellen zu dürfen. Für diese Aufgabe wurden sie von Uta Sailer, der Konzertpädagogin und Profi-Moderatorin von BR-Klassik, in vier Workshops vorbereitet. In Zusammenarbeit mit dem Dirigenten, dem Orchester und dem Pianisten wurden Ante Anic, Maximilian Blank, Philip Dyszak, Paul Röhrdanz und Fabian Wild zu Vermittlern zwischen jugendlichem Publikum und Werk und führten ihre Mitschüler auf informative und anschaulichen Weise durch die Orchesterprobe. Da stritt Tschaikowsky mit Rubinstein um die Qualität und Spielbarkeit seines eben fertiggestellten Werkes; Andris Nelsons erklärte auf Nachfrage, was Dirigieren eigentlich bedeutet; in ‚Schlaglichtern‘ wurde deutlich, wie sehr sich Lang Lang neben seiner Karriere um soziale Belange kümmert; und schließlich erzählte Lang Lang den Jugendlichen, warum er das Klavier als einen sehr guten Freund betrachtet und wie er so viele musikalische Werke auswendig lernen kann.

Einmal mehr zeigte sich die unglaubliche Bühnenpräsenz dieses ‚Tastentigers‘. Lang Lang gelang es im Handumdrehen, die riesige Schar von Schülern in seinen und in den Bann der Musik zu ziehen. Die nette und unkomplizierte Art, mit der er auf die Fragen der Schüler einging und sein virtuoses Klavierspiel spiegelten sich in einer Aufmerksamkeit und Stille bei den jugendlichen Zuhörern, wie sie selbst in Erwachsenenkonzerten sehr selten zu finden sind. Stehende Ovationen.

Annette Mayer

Bilder mit freundlicher Genehmigung © BR/Astrid Ackermann

 

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