Tage der Orientierung der 10.Klassen im Kloster St.Ottilien

 

Wie sieht es aus, wenn sich 10.-Klässler „orientieren“?

Es beginnt mit körperlichen Übungen, um die innere Mitte zu finden, was nicht allen gelingt. Etwas mehr Licht ins Dunkle einer Schülerseele bringt die Erstellung der „Ich-Konten“. Man schreibt seine eigenen Stärken und Schwächen auf ein Blatt und stellt erstaunt fest, dass alle dieselben Vorzüge (z.B. Hilfsbereitschaft) und Laster (z.B. Faulheit) haben.

 

Auch als wir unsere momentane Befindlichkeit, Zukunftsängste und Wünsche zeichnerisch darstellen, merken wir, dass wir alle im selben Boot sitzen. Wir lernten auch, uns näher auf einen anderen Menschen einzulassen und zu verlassen, indem wir uns mit verbundenen Augen über unbekanntes Gelände im Freien führen ließen. Wir waren aber auch selbst gefordert, als wir unseren „blinden“ Partner heil über schneebedeckte Wege bringen mussten.

 

Eine wichtige Übung, um sich selber richtig einzuschätzen, war das Fragespiel mit Fragen wie: „Bist du sportlich?“, „Hast du schon einmal in deinem Leben einen wichtigen Menschen verloren?“ oder „Glaubst du an Gott?“. Je nach „Ja“ oder „Nein“ – Antwort, musste man sich auf eine Seite stellen. Es war ein merkwürdiges Gefühl, wenn man plötzlich fast alleine stand.

 

Einen schönen Abschluss der Besinnungstage bildete das Spiel, bei dem man einem anderen einen Wollknäuel zuwirft und ihm dazu einen Wunsch ausspricht. Am Schluss hatten wir ein dichtes Netz von Wünschen geknüpft.

 

Für unser leibliches Wohl war bestens gesorgt. Die Räume in dem sehr verwinkelten Haus waren recht hübsch und gemütlich eingerichtet.

 

 

 

Wir wünschen allen nachfolgenden 10ten Klassen einen ebenso schönen Aufenthalt.