Entstehung

 

An unserer Schule erarbeiteten das Schulentwicklungsteam, das Kollegium in der Lehrerfortbildung und die Klostergemeinschaft der Missionsbenediktinerinnen von Tutzing, vertreten durch Sr.Rachel, dieses Schulprofil für die Benedictus-Realschule, die als ehemalige Klosterschule in der Tradition des heiligen Benedikt wurzelt und dessen Regeln auf Schule und Schulalltag der gesamten Schulgemeinschaft auch weiterhin anwenden will.

 

All das soll nicht als Endergebnis, sondern als Basis und ständiger Prozess verstanden werden, der von Schülern, Schulleitung, Lehrkräften und Eltern weiterentwickelt werden wird und sicherstellt, dass die Regeln des heiligen Benedikt unser Leitbild und unsere Richtschnur darstellen.

 

Alle Beteiligten sind dazu aufgerufen, dieses Profil mit Leben zu füllen und weiter zu entwickeln.

 

 

zum Schulprofil

 

 

Sei der, der Du bist und

werde der, der Du sein sollst. (Hl. Benedikt v. Nursia)

 

Die Benedictus-Realschule – eine Schule in benediktinischer Tradition

 

Aus den Regeln des Hl. Benedikt, einem Werk, das im 6. Jahrhundert das Zusammenleben im Kloster und die Ausbildung der Mönche beschreibt, lassen sich einige Prinzipien für das heutige schulische Leben ableiten. So ist die Schule ein wichtiger Ort sozialen Lernens, an dem das Zusammenleben geübt wird; dazu zählen soziales Handeln wie gegenseitige Rücksichtnahmen, respektvoller Umgang und Wertschätzung, Höflichkeit, Zuverlässigkeit und die Sorge um Schwächere. Schule muss ebenso Erfahrungsraum sein, in dem der junge Mensch seine Fähigkeiten entdecken kann, diese sich entfalten können, er sich erproben kann, indem die Begabungen des einzelnen Schülers wahrgenommen und gefördert werden.

 

Die benediktinische Tradition fordert, neben dem Gehorsam, auch eine Struktur im schulischen Leben. So wechseln sich intensive Arbeitsphasen des Schulbetriebes ab mit festlichen Zeiten, die sich am Kirchenjahr orientieren und Raum für fröhliches Feiern und stilles Gebet geben.

 

Wir können unseren Auftrag nur in der gemeinsamen Verantwortung aller Beteiligten,

d. h. der Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler, erfüllen.

Wir möchten unsere Schülerinnen und Schüler für Gott sensibilisieren und geben den daraus entstehenden Sinnfragen Raum.

 

 

 

Um unter einem „offenen Himmel“ leben zu lernen, muss die gesamte Schulfamilie von Gott sprechen und in jedem Einzelnen den Sinn für heilige Zeiten und Räume schaffen und schärfen. Auch die Sensibilisierung für die Beziehung zu sich selbst, also die Übernahme von Eigenverantwortung, kann nur erlernt werden, wenn ganzheitlich gelehrt und gelernt wird, jeder Interesse und Engagement zeigt, dazu die Erfahrung macht, sich anpassen und behaupten zu müssen und dabei sich Respekt vor Sachen und Menschen entwickelt. Aber auch die Sensibilisierung für die Beziehung zu anderen muss im Fokus bleiben, denn solidarisches Handeln ist heute von besonderer Bedeutung. Dazu gehören die Pflege höflicher Umgangsformen genauso wie die Fähigkeit zur Konfliktbereitschaft, Empathie-Fähigkeit, Ermutigung zur Zivilcourage und solidarisches Handeln im nahen und fernen Bereich. Zuletzt sei die Sensibilisierung für die Beziehung des Einzelnen zu Welt und Wirklichkeit genannt, um die Welt erfahren, beurteilen und gestalten zu lernen, was nur in Kenntnis der Vielfalt der Wissenschaften möglich ist. Nur so kann sich ein überlegtes Umweltbewusstsein herausbilden sowie die Bereitschaft, Kultur zu entdecken und kritisch den eigenen Umgang mit den Medien einzuschätzen.